Blog-Projekt Tag 11: Der Sinn des Bloggens

Blog-Projekt Tag 11: Der Sinn des Bloggens

Warum machst du das? Diese Frage haben mir in den letzten Tagen fast alle Leute gestellt, denen ich von meinem Blog erzählt habe. „Ich wollte das mal ausprobieren“, „Ich schreibe ja gerne“ und „Es ist unterstützt meine Motivation, Dinge auszuprobieren“ waren dann meine Standardantworten. Tatsächlich habe ich über meine Motivation und meine Ziele hierzu ja auch schon an Tag 3 der Blogstart-Challenge geschrieben. Doch wie lässt sich der Sinn des Bloggens eigentlich genauer und allgemeiner betrachten? Gibt es da eine Antwort, die für alle Blogger gilt?

Infografik - Warum bloggen Blogger?
Infografik von www.bilder-buero.de

Geld und Ruhm als Ziel?

Ursprünglich war das Blog ja eine Art digitales Tagebuch, also ein Ort, an dem man sich Dinge von der Seele schreibt, die Erlebnisse des Tages verarbeitet und vielleicht sogar für die Nachwelt festhalten möchte. Mittlerweile ist es aber mehr als das. Viele Blogger erzielen durchs Schreiben ihr Einkommen, andere promoten damit größere Projekte, Unternehmen bloggen aus Marketinggründen und Stars und Sternchen, um bekannter zu werden.

In diesen ganzen Fällen liegt der Grund und damit der Sinn des Bloggens irgendwie nicht im Blog selbst. Das Blog wird nur noch das Mittel zum Zweck. Fast scheint es mir, als müsste man sich die kleinen Seiten der Blogosphäre angucken, in der Hoffnung, dass diese noch nicht aus Berechnung und zugunsten des Mammons in die Tasten hauen.

Die Frage nach dem Sinn des Bloggens beschäftigt viele

Und ich bin wirklich auf viele spannende Blogs gestoßen. Denn die Frage, warum man eigentlich bloggt, habe ich nicht erfunden (wirklich nicht!). Google offerierte mir so auf die simple Anfrage nach „warum bloggen“ direkt mal mehr als 4,5 Mio Einträge. Und fast genauso zahlreich waren die Antworten, die Blogger auf diese Frage fanden. Übrigens gab es die nicht wie vermutet nur auf den kleinen Blogs, sondern auch die „Großen“ beschäftigten sich mit der Sinnsuche.

Der Blog als Bereicherung und Lerninsel

Uschi von ichtuwasichkann.de nennt so jede Menge Gründe, weshalb sie bloggt. Hatte ihre Seite zunächst noch die Funktion der Selbstmotivation, begründet sie es heute viel vielschichtiger. Der Blog erfüllt dabei eine ganze Reihe von Vorteilen und klingt nach einer echten Bereicherung. Ganz besonders gut gefallen hat mir das Argument: …weil wir voneinander lernen können – immer.

Das Lernen und die Herausforderung, einen eigenen Blog zu führen tauchen auch in der 100 Gründe fürs Bloggen-Liste von Sven Lennartz von conterest.de auf. Aber Leute bloggen demnach auch, weil man ein bestimmtes Anliegen hat, etwas bewirken will. Sicherlich ist auch der Wunsch nach Anerkennung ebenso wie das Bedürfnis, Kreativität ausleben zu können, nicht unerheblich. Er selbst gibt unter anderem als Begründung an, dass vieles im Blog halt besser geht, das Geschriebene dauerhafter bleibt und alles seinen Platz und den richtigen Kontext hat.

Spaß an Sprache und Kommunikation

Austausch mit anderen, Spaß, eine Spielwiese für Textsorten und Freude am Schreiben sind die Motivationsgründe, die Tanja in einem Interview mit Sylvia Hubele von Jaellekatz aufstöbert und auf tanjapraske.de mit den Lesern teilt. ) Also stehen hier auch wieder das Gemeinsame und die Kreativität im Zentrum.

Diese beiden Gründe fürs Bloggen stehen somit auch nicht überraschenderweise an der Spitze einer Umfrage zu dem Thema, die bei rund 400 Bloggern durchgeführt wurde und auf bilder-buero.de als Infografik präsentiert wurde. Hiernach ist das Hauptanliegen beim Bloggen: Menschen mit gleichen Interessen kennenlernen und die eigenen Gedanken und Ideen ausdrücken können.

Mittel zum Zweck im positiven Sinne

Interessanterweise war nur für rund 10% das Primärziel, damit Geld zu verdienen und nur etwa 5% wollen ihren Blog als Haupteinnahmequelle sehen. Somit war mein vielleicht recht düsteres Bild, dass ich von den Motivationen der heutigen Blogger zu Beginn dieses Posts gezeichnet habe, glücklicherweise falsch. Noch immer ist das Blog eine spannende Form des Austausches und der Mitteilung. Die Autoren schreiben des Schreibens wegen, der Kommunikation wegen und gar nicht mal so selten der Hoffnung wegen, die Welt ein wenig besser zu machen. Das ist ein gutes Gefühl und beschwingt mich, noch tiefer in diese Welt einzusteigen.

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